Ausflug zum Fasching

Zur Faschingszeit wird es wieder hoch hergehen und das Faschingskostüm wird ausgepackt. Echte Narren planen dann auch gerne mal eine Kurzreise zu einer der vielen Hochburgen, die für den Fasching berühmt sind. Da wird das Faschingskostüm eingepackt und ab geht es nach Köln oder Mainz. Wichtig ist es, zeitig aktiv zu werden, denn zur Faschingszeit sind die Hotels in den Hochburgen meist schnell ausgebucht.

Mainzer Fastnacht

Der Fasching in Mainz gehört mit zu den Höhepunkten des Jahres. In den Prunksitzungen und vor allem im Rosenmontagsumzug geht es dem politischen Treiben an den Kragen. Die Tradition des Karnevals ist politischer Spott in jeder Form. „Das Lachen verkündet die Wahrheit“ ist das Motto der Mainzer Saalfastnacht mit ihren Figuren Bajazz und Till. Es gibt zahlreiche Prunksitzungen die man besuchen kann und die Gelegenheit bieten, sein Faschingskostüm auszuführen. Das gibt es zum Beispiel die Weinprobe auf dem Narrenschiff, das am Rheinufer, in der Nähe des Kurfürstlichen Schlosses liegt, die historische Funzelsitzung der Jucus-Garde in den historischen Räumen am Kasteler Rheinufer oder der Mainzer Carneval Club 1899 e.V., der in der Kampagne mit allen Mitteln gegen den Alltagsfrust feiert. Natürlich ist das Hauptereignis der Rosenmontagszug mit seinen wunderschön gestalteten Wagen und den bunten Faschingskostümen. Im Anschluss daran geht es weiter mit dem Feiern im Gardeheim der Reduit am Kasteler Rheinufer, wo der Eintritt frei ist. Es gibt zahlreiche Veranstaltungen, die besucht werden können, Karten sollte man unbedingt rechtzeitig buchen, was bequem über das Internet möglich ist.

Kölle Allaaf

Der Kölner Karneval ist die absolute Hochburg, hier ist der Karneval in Deutschland zu Hause. Viel Firmen geben ihren Angestellten am Rosenmontag frei und auch die Schulkinder haben diesen Tag zum feiern. Die Faschingskostüme werden angezogen und es geht durch die gesamte Stadt. In den frühen Morgenstunden geht es schon los, da sind die ersten Narren unterwegs mit Faschingskostümen, wie zum Beispiel Tierkostüme, die sind plüschig und halten bei schlechten Wetter schön warm. Schon in der Weiberfastnacht geht es hoch her, der Alte Markt lädt ein mit Bühnenprogramm und es wird in der gesamten Altstadt gefeiert und geschunkelt, zuerst in den Straßen und später ziehen sich die Jecken zurück in die Kneipen und Bars des urkölschen Veedels. Aus Sicherheitsgründen herrscht in der Altstadt und dem Zülpicher Viertel Glasverbot, was auch vom Ordnungsamt kontrolliert wird. Die Narren lassen sich dadurch nicht vom Feiern abbringen und haben ihre eigenen Ideen. Es gibt Dosen und kleine Fläschchen hängen an präparierten Gürteln und Mixgetränke werden in Plastikflaschen gefüllt.

Es gibt zahlreiche Veranstaltungen, zum Beispiel den Sternmarsch mit dem Schull- und Veedelszöch durch die Kölner Innenstadt, die Humba-Party im Gloria-Theater, ebenso Mummenschantz im Sartory oder die Tierkostümparty im Gilden im Zims in der Altstadt. Ein Geisterumzug mit Faschingskostüm als Geister, Monster oder Vampir soll in dem feucht-fröhlichen Karnevalstreiben eine leicht schaurige Atmosphäre verbreiten. Und als absolutes Highlight dann der Rosenmontagsumzug. Wenn man sich die Zahlen aus den vergangen Jahren anschaut, macht das allemal Lust hier mit dabei zu sein. Da ist die Rede von über 120 Kapellen mit 4.000 Musikern, die mitmarschieren, 12.000 Mitwirkende, die 300 Tonnen Süßigkeiten, 700.000 Tafeln Schokolade, 220.000 Schachteln Pralinen und 300.000 Strüßjer unter dem närrischen Volk an den Straßenrändern verteilten, das ebenso einfallsreich in einem bunten Faschingskostüm mitfeierte.

In Köln gibt es auch am Fastnacht-Dienstag eine schöne Tradition, das ist der Veilchendienstag. Da wird der Nuddel verbrannt, der hing während der Karnevalstage über den Kneipen oder aus den Fenstern. Das ist eine Strohpuppe, die für alle Sünden, die in der Karnevalszeit begangen wurden den Sündenbock spielt. Mit dem Verbrennen des Nuddel trägt man alle Verfehlungen in den närrischen Tagen zu Grabe, sagt der Volksglaube.

Die rechtzeitige Buchung von Hotel und Karten für die entsprechenden Veranstaltungen sichert gute Plätze. Und selbst wenn man keine Karten bekommt, es feiert die ganze Stadt und in den Straßen ist immer etwas los.